Gesundheit – Gesetzliche Krankenversicherung

Gesundheit

Gesetzliche Krankenversicherung

GKV

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/gkv

In Deutschland wird die Krankenversicherung von zwei unterschiedlichen Systemen getragen: der GKV und der privaten Krankenversicherung (PKV). Die GKV bietet für fast 90 Prozent der Bevölkerung verlässlichen Gesundheitsschutz. Mehr als 70 Millionen Bürgerinnen und Bür­ger sind hier versichert, um bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten.

  • Solidarität aus Prinzip
  • Versicherungspflicht
  • Das Prinzip der Selbstverwaltung

In der GKV gibt es drei Möglichkeiten der Versicherung:

  • Pflichtmitgliedschaft
  • Freiwillige Mitgliedschaft
  • Familienversicherung

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/gesundheitsreform-kabinett-2425916

Freitag, 10. Juli 2026

Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beschlossen für ein bezahlbares Gesundheitssystem:

Der Bundestag hat dem Gesetz zur GKV-Beitragssatzstabilisierung zugestimmt. Das Gesetz stärkt die Finanzbasis der gesetzlichen Krankenversicherung. Krankenkassenbeiträge sollen weniger steigen und eine gute medizinische Versorgung verlässlich gesichert werden.

 

 

https://versipedia.de/blog/gkv-reform-aenderungen

GKV-Reform beschlossen: Das ändert sich 2027 und 2028 für Versicherte

Ab 1. Januar 2027: Zuzahlungen steigen um 50 Prozent · Zahnersatz-Festzuschüsse sinken um zehn Prozentpunkte · Homöopathie, anthroposophische Mittel und Cannabisblüten werden nicht mehr erstattet · die Beitragsbemessungsgrenze steigt zusätzlich um 300 Euro im Monat.

Bis Ende 2027: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) muss das Hautkrebs-Screening überprüfen und auf ein risikobasiertes Modell umstellen — bis die neue Richtlinie greift, gilt das bisherige Screening weiter.

Ab 1. Januar 2028: Für beitragsfrei mitversicherte Ehe- und eingetragene Lebenspartner wird ein Zuschlag von 2,5 Prozent fällig – die Teilkrankschreibung mit den Stufen 25, 50 und 75 Prozent tritt in Kraft.

Beitragsfrei mitversichert bleiben nach dem Beschluss unter anderem:

  • Kinder — an ihrer kostenlosen Mitversicherung ändert sich nichts:

Grundsätzlich sind sie bis zum 18. Geburtstag mitversichert, ohne eigene Erwerbstätigkeit bis zum 23. Geburtstag und während einer Schul- oder Berufsausbildung, eines Studiums oder eines Freiwilligendienstes bis zum 25. Geburtstag. Verzögert sich die Ausbildung durch einen Wehr- oder Freiwilligendienst, verlängert sich die Mitversicherung über den 25. Geburtstag hinaus um maximal ein Jahr.

  • Partner, die Kinder unter 12 Jahren im Haushalt erziehen,
  • Eltern von Kindern mit Behinderung,
  • Partner mit Pflegegrad 3, 4 oder 5 sowie Partner, die Angehörige pflegen,
  • Partner mit voller Erwerbsminderungsrente oder Grundsicherungsbezug,
  • Partner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben.

Kein Anspruch besteht für unverheiratete Partner. Ohne Trauschein oder eingetragene Partnerschaft ist eine kostenlose Mitversicherung nicht möglich.

Neu: die Teilkrankschreibung — arbeiten mit 25, 50 oder 75 Prozent (ab 2028)

Für Gutverdiener: Beitragsbemessungsgrenze steigt zusätzlich (ab 2027)

 

Kritik und Widerstand

https://www.focus.de/finanzen/reformen/gesundheitsreform/

Heimliche Preiserhöhung

Krankenkassen müssen Sie in Zukunft nicht mehr informieren, wenn sie ihren Zusatzbeitrag erhöhen. Eigentlich sollten Sie die Info künftig immerhin noch digital bekommen, etwa per E-Mail. Jetzt muss sie Ihnen gar nicht mehr geschickt werden.

Dass diese Infopflicht wegfällt, ist eine besonders umstrittene späte Änderung der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Grund: Bemerken Sie die Erhöhung nicht, zahlen Sie nicht nur mehr, sondern verpassen auch Ihr Sonderkündigungsrecht.

  • Änderung kann Geld kosten
  • Beim Krankenkassenwechsel zählt die Frist
  • Die IKK classic erhöht zum 1. August
  • Mit einem Wechsel lassen sich Hunderte Euro sparen

Fazit: Ab 2027 müssen Sie sich selbst darüber informieren, ob Ihre Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht hat. Den Überblick müssen Sie sich aber nicht allein verschaffen. Wir beobachten die Beitragserhöhungen der Krankenkassen für Sie.

SPD fordert plötzlich „Nachsteuerung“

https://www.msn.com/de-de/politik/beh%C3%B6rde/ein-skandal-der-eine-unbequeme-frage-neu-stellt/ar-AA29FgAA

Hunderte Millionen Beitragsgeld haben Krankenkassen offenbar verspekuliert – aufgeklärt ist wenig. Der Fall belebt eine Debatte, die die Kassen eigentlich vermeiden wollen.

28 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen sollen mehr als 500 Millionen Euro Beitragsgelder in einen risikoreichen Fonds gesteckt und wohl größtenteils verloren haben.

Doch viele Fragen sind noch offen: wie viel Geld etwa genau verloren gegangen ist, ob noch mehr Krankenkassen Beitragsgelder in Produkte des Verius-Fonds gesteckt haben und ob es weitere risikobehaftete Investitionen gibt. Diejenigen, die darauf Antwort geben könnten, schweigen sich aus.

Auch das Bundesgesundheitsministerium antwortet ausweichend. Dabei könnte dieser Eklat eine Debatte wiederbeleben, die der neue Gesundheitsminister erst angestoßen hat – und die bei den Kassen in der Vergangenheit auf viel Gegenwehr gestoßen ist: die Frage, ob es eigentlich viel weniger Krankenkassen geben müsste.

Wer trägt die Schuld? Darüber könnten Gerichte entscheiden.

https://www.bundestag.de/ausschuesse/gesundheit/anhoerungen/1184692-1184692

Heftige Kritik von Fachverbänden an GKV-Sparpaket

  • Belastung von Versicherten und Patienten
  • Finanzierung versicherungsfremder Aufgaben
  • Strukturwandel bei Kliniken
  • Pflegerat: Pflege ist kein nachrangiger Kostenfaktor
  • Pharmabranche: Leisten bereits einen Sparbeitrag

Weitere Anträge

AfD-Fraktion mit den Titeln

  • „Akute Not der gesetzlichen Krankenversicherung lindern – vollständige Finanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger durch den Bund gewährleisten“
  • „Ambulante ärztliche Versorgung zukunftssicher machen“
  • „Anpassung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Stärkung der ärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen“
  • „Gesundheitssystem stärken statt Versicherte belasten – Echte Reformen für eine stabile gesetzliche Krankenversicherung“

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

  • „Entlastung statt Belastung für Beitragszahlende und Betriebe – Krankenkassenbeiträge jetzt senken“

Fraktion Die Linke

  • „Krankenversicherte entlasten, nicht belasten“
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