Steuern und Abgaben

Steuern und Abgaben

Die wichtigsten steuerlichen Änderungen 2026

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/das-aendert-sich-2026.html

 

Grundfreibetrag, Stromkosten, Pendlerpauschale, E-Autos, Tabaksteuer, Aktivrente und vieles mehr

Zum 1. Januar 2026 wirken steuerliche und weitere Änderungen, von denen sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen profitieren.

  • Höherer Grundfreibetrag und mehr Geld für Familien

Anhebung des in den Einkommensteuertarif integrierten Grundfreibetrags um 252 Euro, Anhebung Kinderfreibetrag um 78 Euro auf 3.414 Euro pro Elternteil

  • Freigrenze steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe auf 50.000 Euro
  • Dauerhaft niedrigere Stromsteuer für das produzierende Gewerbe
  • Entlastungen bei den Übertragungsnetzentgelten
  • Abschaffung der Gasspeicherumlage
  • Steuerbefreiung für Elektroautos wird verlängert
  • Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer 38 Cent
  • Befristung der Mobilitätsprämie aufgehoben
  • Aktivrente macht Arbeiten im Alter attraktiver
  • Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie stärkt Branche
  • Stärkung des Ehrenamts durch höhere Pauschalen
  • Höchstbeträge für den Abzug von Parteispenden wurden verdoppelt
  • Investitionsbooster stärkt Forschung
  • die Erhöhung der Übungsleiterpauschale von 3.000 Euro auf 3.300 Euro
  • die Erhöhung der Ehrenamtspauschale von 840 Euro auf 960 Euro
  • die Anhebung der Freigrenze bei der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung auf 100.000 Euro
  • die Anerkennung von E-Sport als gemeinnützig
  • die Steuerbefreiung von Prämien für olympische und paraolympische Medaillengewinnerinnen und -gewinner sowie von Prämien, die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe an weitere Platzierungen ausgegeben werden
  • Aktivrente: monatlich bis zu 2.000 Euro des Gehalts steuerfrei. Die Aktivrente unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt; allerdings fallen Sozialversicherungsbeiträge an.Rekordinvestitionen im Bundeshaushalt 2026

kurz: die das Leben der Bürgerinnen und Bürger besser und an vielen Stellen auch einfacher machen.

Um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu stärken, investiert die Bundesregierung insbesondere in die Verkehrsinfrastruktur, in Bildung und Betreuung, in neuen Wohnraum, moderne Krankenhäuser, Digitalisierung, Klimaschutz und in die innere und äußere Sicherheit. Insgesamt plant der Bund im Jahr 2026 mit Investitionen in Höhe von 126,7 Mrd. Euro. Davon stammen 48,9 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität und 21,7 Mrd. Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds.

  • Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität hat die Bundesregierung eine nie dagewesene Investitionsoffensive auf den Weg gebracht.

Kritik

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a7c107967ddb2e13c584cf6/kalte-progression-die-buerger-merken-doch-wenn-sie-ueber-den-tisch-gezogen-werden-kritik-an-geplanter-steuerreform.html

„Die Bürger merken doch, wenn sie über den Tisch gezogen werden“

Die kalte Progression führt dazu, dass Arbeitnehmer bei inflationsbedingten Lohnerhöhungen in höhere Steuerstufen rutschen und dadurch trotz fehlendem Kaufkraftgewinn mehr Einkommensteuer zahlen.

Auch CDU-Haushaltspolitiker Yannick Bury drängt deshalb auf Nachbesserungen: „Echte Entlastung geht nur, wenn wir endlich Ausgaben kürzen, den Staat wieder kleiner machen und dafür im Parlament nochmal grundlegend die Haushaltsplanung für die nächsten Jahre überarbeiten. Mit der aktuellen Haushaltsplanung geht es nicht mehr“.

 

https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-08/mehrwertsteuer-lebensmittel-clemens-fuest-ifo-institut-gxe

Ifo-Präsident fordert einheitliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent

SPD weist Vorschlag zurück

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kritisierte die Forderung. »Wir haben eine ganze Reihe von Menschen, Rentnerinnen und Rentner, aber auch Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, die dann alle mehr zahlen müssten«, sagte er bei RTL/ntv. Für die meisten Menschen bedeute das eine deutliche Preiserhöhung in einer Zeit, in der Bezahlbarkeit ohnehin schon ein Problem sei.

Der reduzierte Satz von sieben Prozent gilt für Produkte, die dem Gemeinwohl dienen, etwa auf Grundnahrungsmittel wie Milch, Fleisch, Obst, Gemüse und Backwaren.

 

https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/steuerreform-wir-brauchen-ein-gesetz-das-vor-der-willkuer-des-fiskus-schuetzt/100246216.html

Wir brauchen ein Gesetz, das Steuerzahler vor der Willkür des Fiskus schützt

Die Pläne von Lars Klingbeil sind eine steuerpolitische Bankrotterklärung. Wo die Pläne des Finanzministers fehlgehen – und was es jetzt endlich braucht.

Eine Indexierung des Einkommensteuertarifs gemäß der Inflationsrate wäre technisch keine Raketenwissenschaft. Bereits seit 2015 muss das BMF alle zwei Jahre einen „Steuerprogressionsbericht“ vorlegen, der die Folgen der kalten Progression offenlegt. Obendrein wäre eine solche Reform kein steuerpolitisches Novum in der Welt: Eine Reihe von Ländern hat einen „Tarif auf Rädern“ seit Jahren in unterschiedlicher Form in ihrem Steuerrecht verankert, etwa die Schweiz, Kanada und Großbritannien.

https://www.steuerzahler.de/belastungs-check/?L=0

Belastungsbarometer:

Laut der Prognose des Deutschen Steuerzahlerinstituts des Bundes der Steuerzahler fällt der diesjährige Steuerzahlergedenktag auf den 13. Juli. Das bedeutet, dass statistisch betrachtet die Bürger mehr als die Hälfte des Jahres 2026 für staatliche Kassen arbeiten.

Die durchschnittliche Belastung der Einkommen mit Steuern und Abgaben liegt 2026 voraussichtlich bei 53,1 Prozent. Die Einkommensbelastungsquote ist somit um etwa 0,2 Prozentpunkte höher als im Jahr zuvor.

Für unsere Prognosen stützen wir uns auf Daten aus Haushaltsbefragungen des Statistischen Bundesamts („Laufenden Wirtschaftsrechnungen“).

Belastungsanstiege gibt es im Bereich der Krankenversicherung beim GKV-Zusatzbeitrag. Zudem sind die CO2-Abgaben und Stromumlagen insgesamt deutlich höher als im Jahr 2025. Einkommenssteigerungen haben progressionsbedingt zu wachsenden Durchschnittssteuersätzen geführt, wenngleich der Abbau der kalten Progression diesen Anstieg abgebremst hat. Der „Tankrabatt“ im Mai/Juni hat die Energiesteuerlast etwas gedämpft.

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